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Deutsche Jugendmeisterschaften: Michael Schäfer und Hanna Gambetta am Start

02.08.2015 08:00

Wettkampf in Jena

Drei Tage Wettkampf der Leichtathletikjugend auf dem schönen Ernst-Abbe Sportfeld, blaue Tartanbahn, da muss es Spaß machen, sich mit den besten deutschen Jugendlichen der U18 und U20 zu messen.
Dies taten wohl auch unsere beiden Schlitzer Leichtathleten Hanna Gambetta und Michael Schäfer.
Beide hatten sich in ihren Paradedisziplinen, Hanna im Weitsprung und Michael in der Langsprintstrecke über 400 m qualifiziert. Michael, der extra ein paar Tage seines Urlaubes kürzte, reiste mit seiner Trainerin am frühen Freitagnachmittag an. Sein erstes Debüt bei den Deutschen… da ist man schon einmal ein bisschen aufgeregt. Michael hat es aber gut verstecken können. Um 17.50 Uhr marschierte er mit weiteren 46 Teilnehmern über diese Sprintstrecke zu sogenannten call room, denn dort wurde man aufgerufen, in die Regeln eingewiesen und dann betraten die jungen Männer die Laufbahn. Michael war im fünften Lauf. Er checkte noch mal seinen Start, und dann wurde es auch schon ernst. Mit Herzklopfen fiel dann auch der Startschuss und acht junge Läufer versuchten nun, als erster die Ziellinie zu überqueren. Denn es gab am nächsten Tag nur einen A-Endlauf und einen B-Endlauf, d.h. 16 Läufer konnten sich nur qualifizieren. Die ersten der Läufe waren automatisch eine Runde weiter, dann hieß es aber die weiteren zeitschnellsten! Michael lief mit einer sehr guten Zeit von 51,14 ins Ziel, er wurde Zweiter in seinem Lauf, und das Bangen um den Endlauf nahm keine Ende. Eine halbe Stunde später war dann klar, Michael wurde 17., den Platz ins Finale verpasste er um einen Platz, oder um eine zehntel Sekunde. Sehr ärgerlich, aber Michael trug es mit Fassung. Erst am Sonntag jedoch kam die Ernüchterung. Durch einen Verzicht des 16.-Platzierten rutschte Michael nach, doch leider zu spät. Keiner von den Herrschaften in der Wettkampforganisation verständigte den Verein oder den Athleten persönlich. Der Platz im B-Finale war leer, weil Michael nicht wusste, dass er dabei war. Was für ein Ärger, was für eine Schmach. Trainerin Cornelia Gambetta war sehr verärgert und wendete sich am gleichen Tag noch mit einem bitteren Brief an den DLV. Passiert ist passiert, Michael hat noch genügend viele Wettkämpfe vor sich. Er bekommt ganz sicherlich noch mehr Chancen auf ein Finale.
Hanna Gambetta hatte am Samstag ihren Auftritt im Weitsprung. Nicht ganz so groß war die Truppe der Weitspringerinnen. Sechzehn junge Damen sprangen an diesem Samstag um Gold, Silber oder Bronze. Hier hätte jeder ein Wörtchen mitreden können, bzw. mitspringen können, denn die Weiten um die sechs Meter unterschieden sich nur um Zentimeter. Hanna hatte aber auch an diesem Tag nicht das größte Glück. Als erste Springerin ging sie an den Start und hatte im ersten Versuch eine Weite von 5,64 m stehen. Doch dabei sollte es auch bleiben, der zweite Versuch war übergetreten, der hätte sie ins Finale gebracht, und im letzten Versuch stimmte der Anlauf nicht. Leider reichte es nur für den 10. Platz, mit 5,72 m wäre Hanna im Endkampf gewesen. Es sollte nicht sein. Sie hatte eine sehr durchwachsene Saison. Man merkt eben doch ein halbes Jahr Rückstand durch ihren Auslandsaufenthalt.
Aber gefestigt und guten Mutes geht Hanna in die nächste Saison. Wir sind gespannt, was die Schlitzer Leichtathletikabteilung im kommenden Jahr alles geboten bekommt.
Abschließend an dieser Stelle möchte die Abteilung den Wettkampfeifrigen alles Gute für ihre Leistungen wünschen, denn wer hat es schon so weit nach oben geschafft, wenn nicht die Schlitzer Leichtathleten. Hut ab vor so viel Trainingsfleiß auf geringem Trainingsgrund. cg

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