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Stadionfest in Mörfelden

14.05.2015 12:00

Raphaela Kaiser und Michael Schäfer mit neuen Bestleistungen

Das Leichtathletikmeeting in Mörfelden, daß immer an Himmelfahrt, oder „Vatertag“ stattfindet, besuchten auch dieses Jahr einige Schlitzer Leichtathleten. Sarah und Raphaela Kaiser, Michael Schäfer und Hanna Gambetta starteten in ihren Paradedisziplinen. Sara Kaiser, die im letzten Jahr die Saison abbrechen musste wegen einer penetranten Fußverletzung, startete erstmals wieder im Hochsprung. Mit einem leisen Respekt und einem flauen Gefühl im Magen begann sie die ersten Höhen zu überspringen. Technisch noch etwas unsicher zeigte sie jedoch einige sehr schöne Hochsprünge. Ihr Ziel hatte sie sich nicht sehr hoch gesteckt, da die Angst vor dem Absprung und damit auch der Schmerz größer waren als der Mut zu höheren Sprüngen  Bei 1,57m musste Sarah leider passen. Mit übersprungenen  1,54m  gewann sie zwar den Hochsprung, aber zufrieden war sie nicht. Es war aber ein Anfang, und daran kann man anknüpfen.

Im fast gleichen Atemzug  startete auch ihre Schwester Raphaela im Hochsprung. Sie verpasste fast die Anfangshöhe von 1,51m, und ihre Trainerin war schon recht nervös, was Raphaela da zur Schau stellte. Doch im dritten Versuch über diese Höhe gelang auch Raphaela,  ihr Lampenfieber zu mildern, und sie sprang sich von einer Höhe zur anderen, mal im ersten Versuch, mal im zweiten. Bei 1,63m zeigte sie gleich im ersten Versuch, was in ihr steckt, nämlich neue Bestleistung. Doch davon nicht genug. Sie ließ die Latte auf 1,66m auflegen, und auch diese Höhe wurde von ihr bezwungen. Ein kleiner Freudenschrei und Tränen bei ihrer Mama, schöner hätte es nicht sein können. Mit dieser neuer Bestleistung wurde sie natürlich in der Altersklasse WU18 erste. Raphaela war in dieser Klasse die jüngste mit noch 15 Jahren. Die nächste Höhe von 1,69m musste sie passen. 

 Ein bisschen Luft  musste sie noch einsparen für den Weitsprung, den sie ein paar Stunden später absolvierte. 

Da lief es nicht so rund, sie verschenkte am Absprungbrett wertvolle Zentimeter, aber mit einem Resultat von  4,80m war sie nur eine Handbreit von ihrer Bestleistung entfernt. Mit dem Sprung jedoch  sicherte sie sich den sechsten Platz.

Parallel zu ihr sprang Hanna Gambetta bei der weiblichen U20. Sie hatte in Mörfelden ganz im Gegensatz zu ihren Vereinskameraden, ihren ersten Saisonwettkampf. Hanna hatte für ein halbes Jahr eine Auszeit genommen, und besuchte das Land ihres Papas, Argentinien. Dort konnte sie wohl trainieren, aber den Auftakt zur Saison wurde erst wieder in Deutschland richtig aufgenommen. Hanna hatte sehr schöne und technisch gut gelungene Sprünge. Sie ließ ihren besten Sprung an diesem Tag bei 5,53 m ruhen, womit sie hinter Nathalie Buschung, die 5,77m sprang, zweite wurde. Man merkt jedoch, das konditionell noch einiges aufgeholt werden muss, aber die Saison ist lang und Hannas Atem auch. 

Bei den männlichen U18 Athleten startete  Michael Schäfer zum zweiten Mal über die Langsprintstrecke von 400m. In Alsfeld bei den Kreismeisterschaften hatte Michael schon einmal das Vergnügen mit dieser mörderischen Sprintstrecke. An diesem Tag  jedoch zeigte sich Michael von seinem Talent als Langsprinter. Er spulte diese Strecke mit seinen langen Beinen  in einer unglaublichen Zeit  von 51,94 sec herunter. Damit verbesserte er seine bisherige Bestleistung um fast 3 Sekunden. Er ließ die restlichen Läufer alle hinter sich und sicherte sich den ersten Platz. In der Deutschen Bestenliste steht er momentan auf Rang 12,  und in Hessen ist Michael im Moment der schnellste 400m Läufer. Das klingt doch sehr viel versprechend. 

Allen Athleten Glückwunsch zu diesen tollen Ergebnissen. Die Saison kann kommen.

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