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Herren: Am Ende wieder ohne Punkte – „täglich grüßt das Murmeltier“

22.11.2017 12:49

VfL Wanfried II – TSG Schlitz 26:25 (12:16)

Am vergangenen Sonntag reiste die Herrenmannschaft nach Wanfried. Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit stand man aber nach Schlusspfiff wieder mit leeren Händen da.

Die Situation war mit der vom letzten Jahr vergleichbar. Aufgrund von einigen Absagen fuhr nur ein Rumpfteam ins weit entfernte Wanfried. Trotz dieser nicht optimalen Voraussetzung wollte man dem Gegner Paroli bieten und das Beste aus dieser Situation machen. Die ersten Minuten der Partie fingen auch verheißungsvoll an. Über ruhig und geduldig vorgetragene Angriffe konnten einige Varianten erfolgreich abgeschlossen werden, sodass die TSG von Anfang an in Führung lag. Auch im Abwehrverhalten gingen die Jungs der TSG teilweise sehr geschickt zu Werke, da sie gerade in der ersten Halbzeit immer wieder gegnerische Bälle abfangen und über Gegenstöße bzw. zweite Welle erfolgreich abschließen konnten. Der Gegner aus Wanfried, der letztes Jahr selber noch im oberen Tabellendrittel zu finden war, musste auf diese Situation mit einer Auszeit reagieren. Zwar schwammen die Abwehrspieler der TSG in der Folge einige Male, aber der Schlitzer Torhüter konnte auch immer wieder Bälle entschärfen. Ab Mitte der ersten Halbzeit gelang es den Schlitzer Jungs, beim Zwischenstand von 9:8, über einen Zwischenspurt sich erfolgreich abzusetzen. Innerhalb weniger Minuten und einen sehr variablen Angriffsspiel hieß es plötzlich 14:9 für die TSG. Der Gegner war beeindruckt und der Zwischenstand setzte weitere Kräfte frei, sodass es mit einer 16:12 Führung in die Pause ging.

Bis zu diesem Zeitpunkt gab es relativ wenig zu bemängeln. Hauptpunkt war das Abwehrverhalten, da die Jungs bei Rückraumwürfen hier noch zu passiv zu Werke gingen. Hauptaugenmerk wurde aber auf den Beginn der zweiten Halbzeit gelegt, da sich die Jungs hier immer wieder um ihre Belohnung, in Form von Punkten, brachten. Auch in dieser Partie waren die Jungs zu Beginn der zweiten Halbzeit mit den Gedanken noch nicht auf dem Feld. Das bisher erfolgreiche Angriffsverhalten wurde eingestellt, sodass wieder vieles aus dem Stand versucht wurde. Folglich reihte sich Fehlwurf an Fehlwurf, sodass der Gegner bis Minute 37 den 16:16 Ausgleich erzielen konnte. Erst jetzt wachten die Jungs auf und konnten in den kommenden Minuten immer wieder eine zwei Tore Führung herausarbeiten. Über die Zwischenstände 18:16, 20:18 hieß es nach gut 45 Minuten 21:19 für die TSG. An der kämpferischen Leistung gab es bis zu diesem Zeitpunkt relativ wenig zu bemängeln. Einzig das Abwehrverhalten war in den entscheidenden Situationen zu lasch, da sich dies des Öfteren einfach körperlos präsentierte. Der Gegner stand in der Folge nun selber etwas offensiver in der Abwehr. Mit dieser kleinen Umstellung kamen die Jungs erstmal nicht zurecht, sodass die fehlerhaften Abschlüsse nun wieder zunahmen und der Gastgeber wieder ausgleichen konnte. Aber D. Weidel und S. Weickert behielten in der Folge weiter einen kühlen Kopf und setzten weitere Nadelstiche in Form von Toren, sodass die TSG wieder mit 24:21 (Minute 54) in Front lag. Was aber in den verbleibenden Minuten passierte, bleibt unbegreifbar. Nach einem verworfenen Strafwurf und einem postwendenden Gegentreffer waren die Spieler der TSG „wie angeknockt“. Die Abwehr ließ den Gegner gewähren und der Angriff stand völlig neben sich. Innerhalb von drei Minuten lag die TSG mit 24:25 in Rückstand, was gleichzeitig die erste Führung für Wanfried in diesem Spiel war. Trotz einer Auszeit kassierte man noch das 24:26, sodass das 25:26 durch M. Zeidler der letzte Treffer der Partie gewesen war.

Es spielten: B. Lewora (Tor); J. Langstein (2/1), D. Weidel (3), T. Ernst (7), M. Hanak, F. Suppes (1), M. Zeidler (2), M. Mehrbrodt (1) und S. Weickert (9/2).

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