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Herren: Starke letzte 20 Minuten reichen nicht aus…

22.03.2017 21:17

Gegen einen erneut schlagbaren Gegner aus Melsungen reichte es am Sonntag nicht zu einem weiteren Erfolgserlebnis. Nach teilweise lethargischen vierzig Minuten drehte die TSG am Ende nochmals auf, verlor aber am Ende mit 30:34 (15:21).

 

Da man wieder einmal auf einige wichtige Stammspieler verzichten musste, ging es ohne großen Druck in diese Partie. So lange es ging, wollte man den Tabellenzweiten mit einer klassischen Abwehrvariante und ruhig vorgetragenen Angriffen ärgern. Schließlich hatte man in diesem Spiel nichts zu verlieren. In den ersten Minuten verlief aber relativ wenig nach Plan. Man leistete sich sofort zwei Ballverluste, die der Gegner dankend annahm und mit 0:2 in Führung gehen konnte. Danach folgte eine Phase, die deutlich besser für die TSG lief. Die Abwehr verschob deutlich besser und der anfängliche Rückstand konnte in eine 4:3 Führung umgewandelt werden. Aber anstatt weitere positive Energie hieraus zu ziehen, verfiel man wieder in die anfängliche Lethargie. Man rieb sich im Angriff auf und es mangelte in der Folge an mannschaftlicher Geschlossenheit. Die Heimmannschaft aus Melsungen nutze diesen Fakt konsequent und konnte durch einfachstes Spiel den eigenen Vorsprung Tor um Tor ausbauen. So kam es, dass die TSG nach gut 23 Minuten bereits mit 10:15 im Rückstand lag. Zwar konnten die Jungs durch zwei Ballgewinne und den daraus resultierenden Tempogegenstößen wieder auf 12:15 verkürzen, aber bis zum Pausenpfiff leistete man sich nochmals einige unvorbereitete Abschlüsse und Ballverluste, sodass es mit einem 15:21 Pausenstand in die Kabine ging.

 

Hier wurde das von den Jungs bisher gezeigte zu Recht kritisiert. Druckloses Angriffsspiel in Verbindung mit einem zu lässigen Abwehrverhalten waren die Punkte, die zu diesem Pausenrückstand führten. Das der Gegner bis zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Tore durch Angriffsfehler der TSG erzielen konnte, war dem Betreuer natürlich ein Dorn im Auge.

 

Auch in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit änderte sich am bisherigen Spielverlauf wenig. Jedes Tor wurde mit einem Gegentor beantwortet. Zwar kam mit D. Weidel auf der Mittelposition mehr Bewegung in den Angriff, aber die Abwehrarbeit ließ weiter zu wünschen übrig. Der „Wachmacher“ kam dann in Minute 40, als es im Zuge eines Foulspiels zu einer kleinen Rudelbildung kam. Nach verteilen von diversen Zeitstrafen und zweier roter Karten, musste auch der einzige Schlitzer Torwart die restliche Partie von draußen betrachten. Als Folge dessen stellte sich mit J. Langstein ein Feldspieler für die restlichen Minuten ins Tor. Anscheinend brauchten die Jungs diese Motivation, da ab diesem Zeitpunkt endlich der vermisste Kampfgeist zu erkennen war. Die Abwehr packte endlich zu, half auch so dem Schlitzer „Torwart“ und man lies schnelle und konsequente Abschlüsse im Angriff folgen. Der 19:27 Rückstand schmolz zusehends und durch vier Tempogegenstöße in Folge war man wieder bis auf 28:30 herangekommen. Vielleicht war doch noch etwas möglich, da zu diesem Zeitpunkt noch gut fünf Minuten zu spielen waren. Auch ein Gegentor, ein verworfener Strafwurf und ein Ballverlust ließen die Jungs den Kopf nicht in den Sand stecken. Es wurde nochmals alles in die Waagschale geworfen und der 30:31 Anschlusstreffer erzielt. Zusätzlich hatte man in den letzten Minuten nochmals eine Überzahlsituation, aber hier versagten den Jungs die Nerven, sodass man am Ende mit einem 30:34 die Heimreise antreten musste.

 

Wieder einmal hat sich gezeigt, dass in dieser Spielklasse fast jeder Gegner schlagbar ist. Gerade in diesen Spielen wird aber 100% Konzentration, Kampf und Wille gefordert und nicht nur sehr gute letzte 20 Minuten. Im nächsten Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten aus Bad Soden-Allendorf können die Jungs wieder beweisen, dass sie es doch bedeutend besser können, als diesmal gezeigt.

 

Es spielten: B. Lewora (Tor); D. Matis (2/1), J. Langstein (2), S. Weickert (9/3), M. Mehrbrodt (4), F. Schneider (2), F. Scheibner (1), J. Gerninghaus (6), D. Weidel (3) und M. Zeidler (1).   

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