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Herren: TSG Bad Sooden-Allendorf – TSG Schlitz 34:26 (18:16)

13.12.2017 20:40

Rückfall in „alte Zeiten“ – verdiente Niederlage

 

Eine, auch in dieser Höhe, völlig verdiente Niederlage kassierten die Jungs der TSG bei ihrem Gastspiel in Bad Sooden-Allendorf.

 

Der Gegner aus Nordhessen gehörte eigentlich zur Kategorie „schlagbar“, da man in den letzten drei Vergleichen immer als Sieger das Parkett verlassen konnte. Auch letzten Samstag schien dies so zu sein, da beim Gegner der Hauptakteur nicht mit von der Partie war. In den ersten Minuten der Partie hatte die TSG durchaus „Oberwasser“, da man relativ schnell mit 2:4 in Führung gehen konnte. Anstatt dieser Marschroute aber weiterhin konsequent zu folgen, gab man das Heft unverständlicher Weise aus der Hand. Im Angriff fehlte komplett die Bewegung, mögliche Spielvarianten wurden nicht gespielt, einfache Pässe kamen teilweise nicht beim Mitspieler an und Abschlüsse erfolgten meist nur aus Einzelaktionen oder waren unvorbereitet. Auch das eigene Rückzugs- bzw. Abwehrverhalten war an diesem Tag nur selten zufriedenstellend. Der Heimmannschaft boten sich hiermit immer wieder sehr gute Möglichkeiten, selbst zu Torerfolgen zu kommen. Und so kam es, wie es kommen musste. Nach dem 6:6 Ausgleich liefen die Jungs der TSG die komplette restliche Spielzeit einem Rückstand hinterher. Durch o.g. Einzelaktionen bzw. Strafwürfe konnte dieser, in Halbzeit eins, noch im Rahmen gehalten werden, sodass es mit einem 16:18 Rückstand in die Kabine ging.

 

Dass das bisher gezeigte viel zu wenig gewesen war, war den Beteiligten klar. Mit 16 Torerfolgen konnte man im Prinzip „zufrieden“ sein. Aber das Abwehrverhalten war kaum in Worte zu fassen. Ein einziger Block, kaum einmal eine verlässliche Absprache in der Abwehr und das eigene „pennen“ bei immer wiederkehrenden Abläufen des Gegners waren teilweise unbeschreiblich. Nun hieß es Vollgas in Halbzeit zwei.

 

Hier bot sich auch gleich die Chance zur Widergutmachung, da man selbst in Überzahl agieren konnte. Möglichkeiten waren da, aber nach Ablauf der Strafe war der Rückstand auf 17:20 angewachsen. In den folgenden Minuten wurde die Partie etwas ruppiger, aber ohne unfair zu werden. Richtigerweise gab es auf dem Spielfeld nun mehr Platz, was die TSG erstmal besser zu nutzen wusste, da man auf 19:20 verkürzen konnte. Die Chance zum Ausgleich war nun greifbar, aber in eigener Überzahl brachte man einen einfachen Ball wieder einmal nicht zum Mitspieler und im Gegenzug kassierte man durch schläfriges und passives Abwehrverhalten das 19:21. Durch teilweise lustloses Auftreten in den folgenden Angriffen geriet man binnen weniger Minuten vorentscheidend mit 21:27 in Rückstand. Dem Schlitzer Trainer platzte sprichwörtlich der Kragen, sodass in der folgenden Auszeit „Tacheles“ geredet wurde. Dies schien kurzfristig gefruchtet zu haben, da sich die Jungs nochmal zusammenrissen und auf 24:28 verkürzen konnte. Ohne eine eigene „Abwehr“ kann man aber keine Spiele mehr drehen und so doch noch gewinnen. Ab Minute 50 wurde der Gegner teilweise zu Torerfolgen eingeladen und kurz vor Ende lag die TSG mit 24:33 im Hintertreffen. Am Ende hieß es 26:34 aus Schlitzer Sicht.

 

Es spielten: M.Lips, B.Lewora (beide Tor); J.Shores (3), M.Hanak, D.Weidel (4), J.Langstein (5), F.Suppes, D.Matis, T.Ernst (4), F.Scheibner, N.Lippert (1) und S.Weickert (9/3).               

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